Nathanael Alius
Die Lebensdauer von Wälzlagern einfach berechnen
Mit unserem Wälzlager-Lebensdauerrechner erhalten Sie eine erste Einschätzung der theoretischen Lagerlebensdauer auf Basis der DIN ISO 281. Durch die Berücksichtigung von Belastung, Drehzahl, Temperatur, Reinheit und Ausfallwahrscheinlichkeit können wichtige Einflussfaktoren in die Berechnung einbezogen werden.
Der Rechner eignet sich ideal für die überschlägige Auslegung von Wälzlagern sowie für den Vergleich verschiedener Betriebsbedingungen. Bitte beachten Sie, dass die tatsächliche Lebensdauer eines Lagers von zahlreichen weiteren Faktoren wie Einbausituation, Schmierung, Umgebungsbedingungen und Belastungskollektiven beeinflusst wird.
Für eine fundierte technische Bewertung und die optimale Auslegung Ihrer Lageranwendung stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne zur Verfügung.
Kontakt: Sebastian vom Sondern
Prokurist / Vertriebsleiter
Die Grundlebensdauer L10 beschreibt die Anzahl der Umdrehungen, die mindestens 90 % der Lager unter den angegebenen Belastungen erreichen. Sie wird nach der DIN ISO 281 mit folgender Formel berechnet:
L10 = (C / P)p
Dabei sind:
C – Dynamische Tragzahl [N]
P – Äquivalente Lagerbelastung [N]
p – Lebensdauerexponent (z. B. 3 für Kugellager, 3,33 für Rollenlager)
Die Umrechnung in Stunden erfolgt mit der Drehzahl n (U/min):
L10h = (L10 × 106) / (60 × n)
Zur realistischeren Abschätzung der Lebensdauer werden zusätzlich Temperatur- und Reinheitsfaktoren berücksichtigt, welche die Lebensdauer modifizieren:
Lna = aISO × L10 × ap
Lnah = (Lna × 106) / (60 × n)
Dabei sind at und ac Faktoren für Temperatur und Schmierstoffreinheit, welche die Lagerlebensdauer verlängern oder verkürzen können. Der Faktor ap steht für die Ausfallwahrscheinlichkeit.